Mit Employer Branding in die Zukunft investieren | BESONDERS SEIN

Zurück zur Übersicht

Darf‘s ein bisschen mehr als nur eine Stellenanzeige sein?

Daniel Köhler | 29.01.2019

Mit Employer Branding in die Zukunft investieren

Es herrscht Fachkräftemangel! Das haben Sie schon oft gehört? Ja, da haben Sie recht, man kommt an diesem Thema einfach nicht vorbei. Nicht nur die Medien warnen unermüdlich. Auch bei Politikern oder Unternehmensberatern, ja selbst beim Nachbarn gegenüber ist es ein Thema. Und es soll zukünftig nicht besser, sondern eher schlechter werden. Das sind natürlich keine schönen Aussichten. Vor allem nicht für Unternehmer. Aber kann man dagegen überhaupt etwas tun? Employer Branding wäre definitiv ein Schritt in die richtige Richtung. Aber wissen Sie eigentlich was sich tatsächlich dahinter verbirgt und welche Gründe dafür sprechen? Wir fühlen dem Thema auf den Zahn und bringen es Ihnen hier näher. So viel sei schon mal verraten, wer Personal Marketing für ein Synonym hält, sollte jetzt dringend weiterlesen.

 

 

 

Fast wie Geheimagenten: Wenn Mitarbeiter Markenbotschafter werden!

Zuerst einmal: Employer Branding ist viel mehr als die Mitarbeitersuche über klassische Stellenanzeigen oder Job-Messen. Es geht vor allem darum, eine starke und positive Arbeitgebermarke zu schaffen und die richtigen Maßnahmen zu wählen, um das zu erreichen. Dafür müssen im ersten Schritt alle Elemente des Unternehmens herausgearbeitet werden, die für den Arbeitsmarkt relevant sind. Es muss klar sein, was das Unternehmen ausmacht, wie es sich zu Mitbewerbern abgrenzt und wie es sich positionieren möchte. Das ist wichtig, denn nur wer die richtige Kernbotschaft der internen Marke wiedergeben kann, kann auch die passenden Mitarbeiter anziehen. Und das spart unter dem Strich viel Zeit und Geld im Recruitingprozess.

Kernbotschaft, Markenkern

Employer Branding also eine eher langfristige Angelegenheit, da ein positives Image nicht über Nacht entstehen kann. Aber durchhalten lohnt sich, denn so kann sich das Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber etablieren und das auch nach außen präsentieren. Im besten Fall hat das zur Folge, dass potenzielle Mitarbeiter nicht nur auf die konkrete Stellenanzeige aufmerksam werden, sondern auf das Unternehmen als Ganzes und den positiven Mehrwert, den eine Beschäftigung dort mit sich bringt. Darüber hinaus zielt Employer Branding auch darauf ab, die aktuelle Belegschaft zu motivieren, ihre Loyalität zu stärken und langfristig an das Unternehmen zu binden. So können Mitarbeiter als Markenbotschafter fungieren.

Money, Money, Money …

OK, das klingt alles logisch – aber braucht man das tatsächlich? Reicht nicht vielleicht doch eine nette Stellenanzeige in der regionalen Zeitung? Nun ja, das kommt natürlich immer darauf an, welche Ziele man verfolgt. Aber wie schon anfangs erwähnt, wird es immer schwieriger geeignete Fachkräfte zu erreichen. Hat man sich allerdings erst einmal als respektierte Arbeitgebermarke etabliert gelingt dies viel leichter, auch in Zeiten des Fachkräftemangels. Das ist aber nicht der einzige Grund, warum Employer Branding eine erfolgsversprechende Investition in die Zukunft ist.

Harte Fakten können schon mal schockieren. Oder hätten Sie gedacht, dass es bis zu 34% des Gehaltes eines Mitarbeiters kosten kann, um ihn zu ersetzen? Ja, Zahlen lügen nicht. Aber sie können motivieren. Organisationen mit einer hohen Mitarbeitermotivation erzielen eine bis zu 22% höhere Produktivität und Arbeitgeber mit stärkeren Marken verbuchen 43% geringere Kosten pro angestellten Arbeitnehmer. Damit wollen wir eigentlich sagen, es geht neben dem positiven Image und der Sicherung von guten und motivierten Fachkräften auch schlicht und ergreifend um Kohle, Schotter und Moneten.

Gibt es tatsächlich Menschen, die gern zur Arbeit gehen?

Employer Branding Teambuilding

Das Optimum wären natürlich glückliche Mitarbeiter die gern zur Arbeit kommen und darüber hinaus in der Öffentlichkeit von ihrer großartigen Arbeitsstelle schwärmen. Zusätzlich flattern täglich Bewerbungen ins Haus, weil einfach jeder gern in dem Unternehmen arbeiten möchte. Doch wie soll man das nur erreichen?

Natürlich ist Employer Branding sehr komplex und vor allem individuell. Aber grundlegend gilt, dass zunächst eine Analyse unabdingbar ist. Dabei wird geklärt, was man als Unternehmen zu bieten hat und worüber es sich lohnt zu kommunizieren. Nur so kann ein speziell auf das Unternehmen abgestimmtes Konzept erarbeitet werden, das nicht nur neue Mitarbeiter auf die Firma aufmerksam macht, sondern auch die Loyalität der bestehenden Arbeitnehmer fördert. Bespiele für Maßnahmen im Bereich des internen Employer Brandings können Teamworkshops, ein gut ausgebautes und interessantes Intranet oder auch Provisionsmodelle sein. Extern gibt es unter anderem die Möglichkeit, ansprechende Karriere-Websites zu programmieren, Imagefilme über verschiedene Kanäle zu verbreiten oder sich auf Karrieremessen zu präsentieren.

Vorsicht: Die Todsünden des Employer Brandings lauern schon

Klar, Fehler machen wir alle. Das ist menschlich. Aber natürlich verzichten wir auch lieber darauf, wenn wir vorher wissen wie es richtig geht. Wir möchten Sie gern ein wenig an die Hand nehmen und die wichtigsten Fehler im Employer Branding vorstellen, die es natürlich zu vermeiden gilt.

Ein großer und häufig gemachter Fehler ist es, die Analyse des Unternehmens zu unterschätzen und die Arbeitgebermarke nicht sauber herauszuarbeiten. Das ist ein elementarer Step im Arbeitsprozess und hätte womöglich, wenn das nur teilweise oder unprofessionell geschieht, einen großen finanziellen Schaden zur Folge. Schließlich wollen Sie ja die richtigen Leute mit ihren Maßnahmen erreichen.

Wie fühlen Sie sich, wenn Sie angelogen werden? Ziemlich enttäuscht, oder? Genauso geht es auch Bewerbern oder Mitarbeitern wenn Versprechen nicht gehalten werden. Glaubwürdigkeit und Vertrauen sind sehr schnell beschädigt und nur schwer wieder aufzubauen. Deshalb ist das A und O immer authentisch zu bleiben und nur Dinge zu versprechen, die Sie tatsächlich auch halten können. Darüber hinaus ist es aber auch wichtig darauf zu achten, dass Zukunftsaussichten nicht zu allgemein gehalten sind. Sie sollten sich schon von der Masse abheben und von Mitbewerbern differenzieren.

Und unterschätzen Sie nicht die Mitarbeiterbindung und -motivation. Warum? Nun ja, es ist erheblich weniger aufwändig gute Mitarbeiter zu halten, als neue Mitarbeiter zu gewinnen. Bedenken Sie auch wie lange oft die Einarbeitung dauert. Außerdem dienen Ihre Mitarbeiter ja auch als Sprachrohr Ihres Unternehmens. Aber woher wissen Sie eigentlich wie zufrieden Ihre Mitarbeiter sind? Das ist ein weiterer häufig gemachter Fehler. Leider verzichten viele Unternehmen auf Mitarbeiterumfragen und setzen auf ihre eigene subjektive Einschätzung, die leider nicht immer der Realität entspricht. Dabei bietet eine Umfrage sogar die Möglichkeit, konkrete Probleme direkt zu erkennen und sich Anregungen zu holen. Manchmal kann schon ein Lob den Unterschied machen.

Unterstützung vom Profi zahlt sich aus!

Employer Branding ist eine komplexe Disziplin und sicherlich muss man Zeit und Geld investieren, aber es bietet auch jede Menge Mehrwert und trägt zukünftig immer mehr zum Erfolg von Unternehmen bei.

Wenn Sie weitere Fragen zum Thema haben, oder wir Ihnen dabei helfen können für Sie eine starke Arbeitgebermarke zu schaffen, scheuen Sie sich nicht uns jederzeit als Experten auf dem Gebiet zu kontaktieren.

Beste Werbeagentur Nürnberg

Autor


Daniel Köhler

Daniel Köhler ist Maschinenbauingenieur und Marketing Stratege in einer Person vereint. Management, Persönlichkeitsentwicklung und die Lösung komplexer Aufgben sind seine Passion.