Mitarbeiterbindung: 5 Maßnahmen | BESONDERS SEIN

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Mitarbeiterbindung – Die 5 wichtigsten Maßnahmen im Überblick

Anika Gruner | 30.10.2019

Mitarbeiterbindung wird zu einem immer wichtigeren Anliegen von Firmen – egal ob KMU oder Konzern. In stürmischen Zeiten sollen Leistungs- und Wissensträger unbedingt im Unternehmen gehalten werden. Doch die aktuelle Arbeitsgeneration ist anspruchsvoll – Geld allein reicht nicht aus.

Doch wie bleibt man als Unternehmen attraktiv?
In unserer Artikelserie nähern wir uns den verschiedenen Aspekten der Mitarbeiterbindung und fangen heute mit einem Ranking der fünf wichtigsten Maßnahmen zur Verbesserung der Mitarbeiterbindung an.

5. Finanzielle Anreize

Fragt man Menschen auf der Straße nach Anreizen für einen Arbeitgeber, kommt oft das Thema Geld an erster Stelle. Erstaunlicherweise ist aber gerade Geld kein wirklich aussagekräftiger Faktor. Klar muss die Gehaltsstruktur mindestens im Durchschnitt liegen – wer schlecht bezahlt hält niemanden. Dennoch ist es oft nicht das Geld, welches für Firmenwechsel ausschlaggebend ist. Um im Rahmen der finanziellen Anreize einen Unterschied zu machen, zeigen viele Untersuchungen auf, dass eine finanzielle Beteiligung an der Firma hoch attraktiv sein kann. So können die Mitarbeiter direkt von ihrem eigenen Erfolg profitieren. Auch ist die Auszahlung von Boni – wenn sie gut kommuniziert ist ein willkommenes Werkzeug, um zumindest kurzfristig die Motivation der Mitarbeiter anzukurbeln.

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4. Der Arbeitsplatz

Es gibt drei wichtige Aspekte beim Immobilienkauf: Lage, Lage und Lage. Auch für Unternehmen ist der Standort eine wichtige Entscheidung. Dabei ist mittlerweile dezentral nicht unbedingt schlecht – es kommt aber auf die Anbindung an. Denn pendeln senkt langfristig die Zufriedenheit von Menschen und wirkt sich sogar nachteilig auf deren Gesundheit aus.

Haben Sie eine ungünstige Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel kann es sich lohnen eigene Shuttlebusse einzusetzen – wie es beispielsweise Adidas macht. Auch ausreichend Parkmöglichkeiten sind für das tägliche Wohlbefinden der Mitarbeiter wichtig. Wer sich um die Lage seines Unternehmens keine Gedanken machen muss, kann sich dennoch mit dem Thema Arbeitsplatz beschäftigen, denn auch die richtige Ausstattung mit Soft- und Hardware, Kantine, Kaffeemaschine etc. sind wichtige Faktoren für Arbeitnehmer.  Die Frustration steigt ins Unermessliche, wenn ein Mitarbeiter nur deswegen in die Überstunden kommt, weil sein uralter PC mal wieder hängen geblieben ist.

Wichtig ist, dass sie sich wirklich Gedanken machen, was ihre Mitarbeiter brauchen. Ist eine Kantine wichtig oder ein Kickertisch? Stehen Getränke zur Verfügung? Wie steht es um die Sauberkeit der Räumlichkeiten? Wer sich wohlfühlt wird weniger in die Versuchung kommen noch grüneres Gras zu suchen.

 

 

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wie-binde-ich-mitarbeiter-ans-unternehmen Bürohund oder Kicker – was passt zu Ihrem Unternehmen?

3. BESONDERE Benefits

Gerade Konzerne bieten in weiten Teilen alle zuvor genannten Benefits an und stehen so gegenüber kleineren Arbeitgebern im Vorteil. Aber gerade mit den Standardmaßnahmen entsteht über eine solide Grundverbindung hinaus meist keine wirklich feste Mitarbeiterbindung. Das gewisse Etwas, das zeigt, dass Ihnen wirklich an ihren Mitarbeitern gelegen ist, kann sehr individuell ausfallen ist aber oft genau das, was Sie von allen anderen Arbeitgebern unterscheidet.

Besondere Benefits wie die Mitgliedschaft im lokalen Fitnessstudio, individuelle Gleitzeitmodelle, Sabbatical Möglichkeiten oder auch jährlich einen Gutschein für Markenschuhe – Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist hierbei nur, dass die jeweiligen Angebote fair verteilt und an die Belegschaft angepasst werden. Tendenziell ältere Mitarbeitergruppen können vielleicht nichts mit einer Gaming-Ecke anfangen, wohingegen jüngere Zielgruppen sich nicht beim Nordic Walking wiederfinden. Machen Sie sich bewusst, dass kleine Geschenke die Freundschaft erhalten.

 

 

 

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2. Karrierechancen und/oder Unternehmenskultur

Millennials und die Generation Z sind schon lange auf dem Arbeitsmarkt angekommen. Digitalisierung und Karrierechancen sind für diese Zielgruppen die Topthemen.

Für die Mitarbeiterbindung ist die Aussicht auf Karriere laut Deloitte Millennial Survey 2019* ein enorm wichtiger Faktor. Denn eine Beförderung hat seit jeher großes Potential, verdiente Mitarbeiter langfristig zu entwickeln und an sich zu binden. Hinzu kommt, dass die Arbeitskräfte heute nach Sinnhaftigkeit und Einfluss streben. Sprich: Es geht nicht nur darum, möglichst viel Geld zu verdienen. Es geht auch darum, die eigene Umwelt positiv zu beeinflussen. Wer dauernd auf der Stelle tritt, wird weder das eine noch das andere erreichen und sich neuen Wirkungskreisen zuwenden. Doch nicht jedes Unternehmen kann unendlich viele Leitungsfunktionen installieren.

Muss es aber auch nicht: Denn ebenso können flache Hierarchien und demokratische Unternehmensgestaltung anziehend sein. Allerdings ist hier Vorsicht geboten: Reine Versprechungen wirken nicht, solche Themen müssen auch gelebt werden. Interessant wird es immer dann, wenn es außergewöhnlich wird. Erkennen Sie als Unternehmen Ihre Stärken und Schwächen in der internen Kultur und suchen Sie direkt Menschen, die genau dazu passen. Denn diese werden dann auch langfristig bleiben.

1. Weiterbildung und          Mitarbeiterentwicklung

Unbestritten auf Platz eins und damit der wichtigste Faktor für eine langfristige Mitarbeiterbindung ist die Möglichkeit der individuellen Entwicklung. Überforderung oder Langeweile sind zwei der meistgenannten Gründe warum Mitarbeiter ein Unternehmen verlassen. Laut Studien der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin ist ein konstant hohes Stresslevel durch Über- oder Unterforderung ein kritischer Faktor für die Gesundheit und auch die Motivation des Mitarbeiters.

Beides ist gleichzeitig kritisch für dessen innere Kündigungswahrscheinlichkeit. Weiterbildungsangebote (proaktiv) und eine sorgsame Kommunikation zu Aufgabenverteilung und dem Wohlbefinden des Mitarbeiters klingen banal – machen aber einen großen Unterschied aus. Angenehmer Nebeneffekt: Durch die geschulten Mitarbeiter mehren Sie auch das Wissen im Unternehmen. Somit ist der Vorteil von Weiterbildungsmaßnahmen in mehrfacher Hinsicht vorhanden. Deshalb gilt: wer nicht frühzeitig entsprechende Angebote installiert, wird langfristig gerade die wichtigen Leistungsträger verlieren und an Wettbewerbsfähigkeit einbüßen.

 

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Es klingt alles sehr banal und einfach, doch Fakt ist, dass der „War for Talents“ gerade erst begonnen hat. Zudem mehren sich die Stimmen, dass die Wirtschaft früher oder später in eine Rezession gerät. Gerade wenn die Zeiten rauer werden, können Sie dafür sorgen, dass ihre Zugpferde stark und motiviert ans Tagwerk gehen. Wie genau Sie Ihre Maßnahmen individuell gestalten können – dazu beraten wir Sie gerne!

 

 

Bilder: Unsplash

Autor


Anika Gruner

Anika Gruner ist Projektmanagerin bei Besonders Sein. Ihr Hauptanliegen sind transmediales Storytelling, Psychologie, Soziologie und Employer Branding. Ursprünglich kommt Sie aus dem audiovisuellen Journalismus.

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